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Offizielle Anerkennung 2019!

 



Rasse: Thüringer Waldesel (TWE)
Zuchtorganisiation/Quelle: Deutscher Zuchtverband für Esel e.V.
Herkunftsland: Deutschland
Region:
Farbe: Hell bis dunkel - zimtgrau bis graubraun,
deutlicher schwarzer Aalstrich mit kräftigem schwarzen Schulterkreuz,
dunkle Beinstreifen sind erwünscht.
Beine und Unterbauch sollen möglichst hell sein.
Lippen, Ohrränder, Mähne und Schwanzquaste sollen
schwarz oder dunkel sein.
Eselzeichen am Kopf (Mehlmaul und Augenringe) sind
möglichst hell erwünscht.

Größe Hengste:1,05m - 1,15m
Größe Stuten:1,05m - 1,15m
Standard:
Zuchtstandard des DZE (PDF-Dokument)
Historie:


Thüringer Waldesel- der Weg zur Anerkennung einer Eselrasse

Vorgeschichte

Deutschland ist nicht das Land der Eselrassen und eine Rasse staatlich anerkennen zu lassen ist ein weiter, aufwendiger Weg.

Schon kurz nach der Grenzöffnung hatte die Interessengemeinschaft für Esel- und Mulifreunde in Deutschland e.V. (IGEM) ersten Kontakt und Interesse an den Thüringer Waldeseln.
Einzelne Mitglieder z.B. Barbara Bank und Otmar Hoefer besuchten schon damals den Zoopark Erfurt und schauten nach den so bezeichneten Eseln.

FOTO: Zuchtgruppe Thüringer Waldesel Zoopark Erfurt 1997 Foto: Monika Melcher

Renate Brock wurde 1992 bei ihrer Diplomarbeit über die Klassifizierung des Thüringer Waldesels von der IGEM unterstützt.
Im Jahr 2000 besichtigte Annemarie Bank-Lauer den damals große Bestand von Eseln des Typs Thüringer Waldesel im Tierpark Sababurg in Hessen und vermittelte Tiere an Interessenten, zum Beispiel den Hengst Juli nach Südhessen.

FOTO Hengst Juli im Typ des TWE, Züchter: Tierpark Sababurg Hessen, Abstammung Zoopark Erfurt. Foto: Günther Jakob

Leider gingen in folgenden Jahren Bestände verloren, der Zoopark führte Buch über seine Tiere. Aber nicht alles, was in den folgenden Jahren gezüchtet und als Thüringer Waldesel bezeichnet wurde, entsprach auch wirklich dem Ausgangstyp. Bildmaterial der ersten Zuchtjahre zeigt ein sehr einheitliches Erscheinungsbild des Esels. Es gab keine Bemühungen um ein Zuchtbuch oder eine Registrierung der Esel außerhalb des Zooparks.

2013 erstellte der DZE das erste Zuchtprogramm für den Thüringer Waldesel und Annemarie Bank-Lauer nahm wieder Kontakt zum Zoopark Erfurt auf. Herr Bäthe vom Zoopark verwies an Frau Roza. Frau Roza sammelte Information über diesen Esel und war bemüht analog zur Thüringer Landziege etwas für diese Eselrasse zu tun. Auf der Mitgliederversammlung des DZE am 08.03.2014 in Kassel beschlossen die Mitglieder einstimmig das Zuchtbuch für den Thüringer Waldesel auf den Weg zu bringen. Frau Roza und Frau Bank-Lauer fuhren um Ostern 2014 einen großen Teil der Eselbestände in Thüringen ab, besuchten die Sababurg in Hessen und sammelten ein umfangreiches Material über die vorhandenen Eselbestände. Anhand des Materials überarbeitet der DZE den Standard der Rasse „Thüringer Waldesel“. Vor der 35 Jahrfeier der GEH, Poitou-Eselkörung und Tierausstellung 15. und 16. Oktober 2016 in Witzenhausen, lud der DZE zum 1. Arbeitstreffen in die Deula in Witzenhausen ein. Das Zuchtprogramm wurde besprochen und die Vorgehensweise dargestellt. Ein 2. Arbeitstreffen fand bei der Mitgliederversammlung des DZE auf der Forst-Farm der engagierten Tierzüchterfamilie Forst in Nordhausen statt. Im Folgenden wurden die Daten von Eseln des Typs gesammelt und der Kontakt zum Zoopark Erfurt intensiviert. Zeitgleich beauftragte der DZE eine Grafikerin das Logo zu erstellen, mit Hilfe von Herrn Bäthe wurde es überarbeitet, um die Besonderheiten der Rasse deutlich herauszustellen. Das alles war nur das kleine Vorspiel zur Anerkennung.

Die erste Zuchtschau für die Rasse Thüringer Waldesel fand am 7.September in Nordhausen in Thüringen statt!!

weiter Informationen finden Sie unter

eselzuchtverband.de



Thüringer Waldesel Dame Emma vom Zoopark Erfurt


Auszug aus dem
Zuchtprogramm Thüringer Waldesel

 
Standard
 

Rasse Thüringer Waldesel

Herkunft Deutschland

Besondere Eigenschaft Der Thüringer Waldesel soll den Typ des mittelschweren „Waldesel“, „Mülleresel“ oder „Mitteldeutschen Steinesel“, darstellen.

Farben

Hell bis dunkel - zimtgrau bis graubraun, deutlicher schwarzer Aalstrich mit kräftigem schwarzen Schulterkreuz, dunkle Beinstreifen sind erwünscht. Beine und Unterbauch sollen möglichst hell sein. Lippen, Ohrränder, Mähne und Schwanzquaste sollen schwarz oder dunkel sein. Eselzeichen am Kopf (Mehlmaul und Augenringe) sind möglichst hell erwünscht.

Fell

Bevorzugt wird raues grobes Haar und Wirbel in der Lendengegend. Eine Hängemähne ist nicht erwünscht. Größe ca. 105 cm – 115 cm Äußere Erscheinung Rasse- und Geschlechtstyp Der Thüringer Waldesel soll im Erscheinungsbild eines mittelgroßen, kräftigen, mittelschweren, harmonischen Arbeitsesels stehen. Er verfügt dabei über einen wachen Verstand, Intelligenz und ruhige Ausstrahlung. Zuchthengste und Zuchtstuten sollen einen ausgeprägten Geschlechtsausdruck zeigen. Unerwünscht: Esel mit unharmonischen und unzweckmäßigen Körperproportionen; Esel mit wenig Ausstrahlung und Hengste mit schlecht zu regulierendem Geschlechtstrieb.

Kopf

Ein zum übrigen Körperbau passender, eher kleiner dreieckiger Kopf mit fester, kleiner Maulpartie und großen, beweglichen, gut angesetzten Ohren. Große, aufmerksame, freundliche Augen mit sanftem Ausdruck. Auf starke Ganaschen mit genügend Ganaschenfreiheit ist zu achten. Unerwünscht: Ein unverhältnismäßig großer, grober Kopf und/oder Hängeohren.

Hals

Ein gut angesetzter, genügend langer, sich zum Kopf verjüngender Hals. Besonders zu beachten ist der Halsansatz an der Brust, der möglichst hoch liegen sollte. Unerwünscht: Ein konvex gebogener Hals, ein tief angesetzter oder ein kurzer, dicker Hals.

Körper

Ein mittelschwerer, harmonischer Körperbau, eine breite tiefe Brust. Die Brustbreite sollte ungefähr das Vierfache 5 der Breite der Karpalgelenke betragen. Das Brustbein sollte waagerecht sein. Die Schulter schräg und gut erkennbar abgesetzt. Der Widerrist ist nur wenig ausgeprägt. Kurzer, gut bemuskelter Rücken mit möglichst gerader, durchgehender Rückenlinie und guter Verbundenheit zur Kruppe. Die Kruppe sollte von hinten betrachtet ovalförmig und gut bemuskelt sein. Der Esel trägt einen kräftigen, nicht zu hoch angesetzten Schwanz mit üppigem Quastenhaar. Unerwünscht: Ein unharmonischer Körperbau, insbesondere eine kurze, steile Schulter, ein zu langer Rücken mit schlecht eingebundener Kruppe. Kurze, eckige Kruppe mit wenig Muskulatur. Kräftiger Körper auf schwachem Fundament und ein hervorstehendes Brustbein.

Fundament

Kräftiges, mittelschweres Fundament. Gerade unter dem Körper stehende Gliedmaßen. Sie sollten nicht aus der Achse laufen. Eine leichte Kuhhessigkeit ist kein Fehler. Korrekte ausreichend große Gelenke und wohlgeformte, große Hufe sind erwünscht. Als Richtwert für die Hufbreite kann die Breite des Karpalgelenks gelten. Unerwünscht: Zu kleine Hufe, eine fehlerhafte Hufform und schwache Glasurschicht an den Hufwänden. Unkorrekte Gliedmaßen/Gliedmaßenstellung. Die Fesselung darf weder zu weich noch zu lang oder zu steil sein.

Bewegungsablauf

Grundgangarten

Der Esel zeigt im Schritt einen Viertakt mit hervorragendem Raumgriff und genügend Fleiß. Leichte Verschiebungen zum Pass sind bei genügend Elastizität des Schrittes akzeptabel. Im Trab zeigt der Esel einen klaren Zweitakt mit deutlich energischen Tritten.

Zuchtziel ist ein arbeitswilliger, bewegungsfreudiger, ruhiger, fleißiger Esel. Unerwünscht: Unkorrektheiten im Gang, nicht ausreichender Raumgriff (besonders im Schritt) und Taktunreinheiten. Fehlerhafte Aktionen wie Greifen, Streichen, Stolpern usw.

Innere Eigenschaften

Oberste Priorität haben in diesem Standard die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Thüringer Waldesels.

Leistungsveranlagung

Ein umgänglicher, ausgeglichener Esel, der sowohl leistungsbereit als auch leistungsfähig ist. Der Thüringer Waldesel soll ausgesprochen freundlich und menschenbezogen sein. Sein Fleiß, Arbeitswille, Besonnenheit und Umgänglichkeit bei eselgerechter Ausbildung und Haltung zeichnen ihn aus. 6 Unerwünscht: Ein stoischer und/oder aggressiver Esel, sowie ein Esel mit ausgeprägtem Fluchtinstinkt.

Gesundheit

Besondere Anpassung an die klimatischen Verhältnisse in Deutschland. Eine robuste Gesundheit, gute physische und psychische Belastbarkeit, natürliche Fruchtbarkeit und Langlebigkeit, sowie das Freisein von Erbfehlern. Unerwünscht: Schlechte Bemuskelung, schwammige Gelenke und Neigung zu Huferkrankungen. Erkrankungen bei denen eine erbliche Disposition nicht ausgeschlossen ist (z. B. Ekzem, Sarkoide, usw.). Zuchtausschließende Fehler sind Gebissanomalien, Hodenanomalien sowie alle anderen Anomalien und Erbkrankheiten, die zu einer gesundheitlichen Beeinträchtigung führen, (siehe Anlage 6 ZBO: Gesundheit beeinträchtigende Merkmale, genetische Defekte und genetische Besonderheiten).

Einsatzmöglichkeiten

Familien-(Freizeit)Esel mit Schwerpunkt Wander- Fahrund Packtier, besonders als Packesel für Wanderungen und Reitesel für Kinder, fachlich qualifizierter Einsatz in der Tiergestützten Pädagogik/Therapie und auf geeigneten Flächen zur Landschaftspflege.

Quelle: www.eselzuchtverband.de

und

www.thüringer-waldesel.de